_theaterlabor I | 14. Juli - 1. Oktober 1994


workshopFearfull Symmetry

Leitung: François Raffinot , Le Havre
8. bis 16. August 1994

Die Absicht des Kurses war es, einen Dialog zwischen Choreographie und Architektur im Stadtraum von Berlin zu entwickeln. Es kam darauf an, das im Probenraum erarbeitete Bewegungsmaterial mit architektonisch markanten Gebäuden bzw. Plätzen innerhalb Berlins zu konfrontieren, um wiederum, das, aus der Improvisation an diesen `Locations' gewonnene choreografische Material für die Bühnenfassung zu nutzen.

So studierten zuerst der Choreograph und sein Assistent mit den TänzerInnen das choreografische Ausgangsmaterial in der Turnhalle am Senefelder Platz ein. Die nach der Musik `Fearful Symmetry' von John Adams gewonnene Grundform wurde dann mit verschiedenen Beispielen symmetrisch gegliederter Architektur in Beziehung gesetzt. Die ausgewählten Straßen und Plätze, Parkanlagen etc. beinflußten die Bewegungsabläufe der Workshopteilnehmer auf unterschiedliche Art und Weise. Die in den Dialogen zwischen Choreographie und Architektur gesammelten Erfahrungen wurden im Probenraum zusammengetragen und zu einer Choreographie verarbeitet.

Die Ergebnisse an den Außenorten wurden auf Video festgehalten und später in die Bühnenfassung mittels Projektion integriert. Ein Architekt und ein Stadtplaner begleiteten das Experiment.

François Raffinot, Mitbegründer und von 1984-89 Mitglied der 'Compagnie Ris et Danceries', schuf 1985 mit Dominique Bagouet, Andy Degroat und Robert Kovich das Stück 'Suite d'un gout etranger', das einen entschieden zeitgenössischen Stil mit moderner Barock-Ästhetik verband. 1990 gründete er mit Guiléne Lloret die 'Compagnie Barocco', heute 'Compagnie François Raffinot' und übernahm 1993 das 'Center Choréographique' in Le Havre, seit 1999 ist er der Leiter des Ircam/Département Chorégraphique in Paris.

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