| Leitung: Ide van
Heiningen, Amsterdam
14. bis 29. Juli 1994
Der Einsatz von Lichttechnik auf der Bühne, die Lichtenergie
als dynamisches und dramaturgisches Element in einer Vorstellung
und Licht als Bestandteil einer Szenographie waren in diesem Workshop
das Lehrziel für Kursteilnahmer aus allen Theaterdisziplinen.
Innerhalb dieser modernen Auffassung von Szenographie ersetzt
das Licht durch seine Bewegung, Dimensionalität und Architektur
das traditionelle Bühnenbild. Das Licht ist nicht nur Beleuchtungselement,
sondern wird vielmehr 'Akteur' und Impulsgeber. Ziel des Kurses
war es, den Theaterakteuren jenen Erfahrungsraum zu öffnen, der
sich aus der dreistelligen Relation von Spieler-Beleuchter-Licht
ergeben kann. Innerhalb dieser Relation sollte der Kursteilnehmer
einen dramaturgischen Kontext herstellen können. In diesem Ansatz
lag eine Herausforderung, der sich der Theatermacher im kreativen
Prozeß und im Umgang mit seinen szenographischen Mitteln stellen
mußte.
Arbeitsthemen waren:
- Theorie und Geschichte des Lichts von Appia, Piscator, Svoboda
bis Wilson,
- die technologischen und naturwissenschaftlichen Aspekte und
die Dynamik des Lichts,
- die Beziehung zwischen Raumarchitektur und Lichttechnik; Lichtplan-Entwurf
- Szenographie, Dramaturgie und Spiel (Interaktion zwischen Szenograph/Regisseur,
Spieler und Techniker)
- experimentelle Arbeiten der Kursteilnehmer.
Ide van Heiningen studierte Mime an der Amsterdamer Theaterschule,
er arbeitet seitdem als Spieler, Dozent, Autor, Regisseur in Europa
und den USA. Ide van Heiningen ist Initiator und Direktor des
europäischen MAPA-Projekts (Moving Academy for Performing Arts)
und war Direktor der 'European Mime Federation' (EMF).
home
theaterlabor I+II
|